Freitag, 25. September, 19 Uhr (Aldersbach, Klosterkirche)
Samstag, 26. September, 18 Uhr
Sonntag, 27. September, 11 Uhr
Mendelssohns Elias
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Konzertdauer: Teil 1 ca. 65 min. ││
Pause
││ Teil 2 ca. 65 min.
Aldersbach: ca. 130 min., keine Pause
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Lenneke Ruiten – Sopran
Marie-Luise Dreßen
–
Alt
Ferdinand von Bothmer
–
Tenor
Thomas E. Bauer
–
Bass
Chor der KlangVerwaltung
Münchner Symphoniker
Joseph Bastian – Leitung
Chor der KlangVerwaltung:
Sopran: Laura Igl, Julia-Sophie Kober, Kristína Szegedi-Dinušová, Claudia Bauer, Antonia Relinger
Alt: Jennifer Crohns, Ursula Ebner, Michaela Diermeier, Judith Werner
Tenor: Patrik Horňák, Stefan Metzger, Christoph Hierdeis, David Krahl
Bass: Constantin Brandscherdt, Tobias Haufler, Florian Drexel, Christoph Friebe, Sebastian Lugmayr
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Elias op. 70
Ein Oratorium nach Worten des Alten Testaments
Erster Teil
Einleitung „So wahr der Herr, Gott Israels lebet“
Ouvertüre
1. Chor & Rezitativ „Hilf, Herr!“ / „Die Tiefe ist versieget!“
2. Duett mit Chor „Herr, höre unser Gebet!“
3. Rezitativ „Zerreißet eure Herzen“
4. Arie „So ihr mich von ganzem Herzen suchet“
5. Chor „Aber der Herr sieht es nicht“
6. Rezitativ „Elias! gehe weg von hinnen“
7. Doppelquartett & Rezitativ „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ / „Nun auch der Bach vertrocknet ist“
8. Rezitativ, Arie & Duett „Was hast du an mir getan“
9. Chor „Wohl dem, der den Herrn fürchtet“
10. Rezitativ mit Chor „So wahr der Herr Zebaoth lebet“
11. Chor „Baal, erhöre uns!“
12. Rezitativ & Chor „Rufet lauter! Denn er ist ja Gott!“
13. Rezitativ & Chor „Rufet lauter! Er hört euch nicht!“
14. Arie „Herr Gott Abrahams“
15. Quartett „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“
16. Rezitativ mit Chor „Der du deine Diener machst“
17. Arie „Ist nicht des Herrn Wort“
18. Arioso „Weh ihnen, dass sie von mir
weichen“
19. Rezitativ mit Chor „Hilf deinem Volk“
20. Chor „Dank sei dir, Gott“
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PAUSE
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Zweiter Teil
21. Arie, Rezitativ & Arie „Höre, Israel, höre des Herrn Stimme!“ / „So spricht der Herr“ / „Ich bin euer Tröster“
22. Chor „Fürchte dich nicht“
23. Rezitativ mit Chor „Der Herr hat dich erhoben“
24. Chor „Wehe ihm, er muss sterben!“
25. Rezitativ „Du Mann Gottes, lass meine Rede“
26. Arie „Es ist genug“
27. Rezitativ „Siehe, er schläft unter dem Wacholder“
28. Terzett „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“
29. Chor „Siehe, der Hüter Israels“
30. Rezitativ „Stehe du auf, Elias“
31. Arie „Sei stille dem Herrn“
32. Chor „Wer bis an das Ende beharrt“
33. Rezitativ „Herr, es wird Nacht um mich“
34. Chor „Der Herr ging vorüber“
35. Rezitativ, Quartett mit Chor „Seraphim standen über ihm“ / „Heilig, heilig, heilig“
36. Chor & Rezitativ „Gehe wiederum hinab“
37. Arioso „Ja, es sollen wohl Berge“
38. Chor „Und der Prophet Elias brach hervor“
39. Arie „Dann werden die Gerechten leuchten“
40. Rezitativ „Darum ward gesendet der Prophet Elias“
41. Chor & Quartett „Aber einer erwacht von Mitternacht“ / „Wohlan, alle die ihr durstig seid“
42. Schlusschor „Alsdann wird euer Licht“
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Übersicht zur Handlung
Teil 1
Einleitung, Ouvertüre & Nr. 1–5:
Der Prophet Elias verflucht das Reich Israel; Dürre liegt über dem Land; das Volk klagt.
Nr. 6–7: Elias am Bach Krith
Nr. 8–9: In Zarpath erweckt Elias den Sohn einer Witwe zum Leben.
Nr. 10–18: Auf dem Berg Karmel, im dritten Jahr der Dürre: Elias fordert König Ahab zum Wettstreit der Religionen; nach dem Feuerwunder ruft Elias zur Tötung der Baalspriester auf.
Nr. 19–20: Das Regenwunder
Teil 2
Nr. 21–22: Einleitung – Reflexion und Zuspruch
Nr. 23–24: Konfrontation mit Königin Isebel, die Elias tot sehen will
Nr. 25–29: Auf Obadjahs Rat hin flieht Elias in die Wüste, wo seine existenziellen Zweifel von Engeln zerstreut werden.
Nr. 30–35: Auf dem Berg Horeb erscheint der Herr dem Propheten in einem „stillen, sanften Sausen“.
Nr. 36–38: Himmelfahrt Elias’
Nr. 39–42: Weissagungen und Vorahnung des Messias
Felix Mendelssohn Bartholdy hat bis zur Uraufführung (Birmingham 1846, in engl. Übs.) und Drucklegung (1847, dt. Text) über ein Jahrzehnt lang mit dem „Elias“ gerungen. Die Person des Propheten („stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster“ nennt er ihn in einem Brief) faszinierte den Komponisten und so nahm er bald nach dem Erfolg seines ersten Oratoriums „Paulus“ diesen alttestamentarischen Stoff in Angriff. Zusammen mit dem Textdichter Julius Schubring entwarf er ein Handlungsgerüst, das die epischen, also erzählenden und reflektierenden Züge der Gattung Oratorium mit deren dramatischem Potenzial in eine überzeugende Balance brachte.
In seiner Musik orientiert sich Mendelssohn zum einen an Bach (Turba-Chöre, Choralanklänge, Bezugnahme der Arie Nr. 26 „Es ist genug“ auf „Es ist vollbracht“ aus der Johannes-Passion), zum anderen an Händel und Haydn. An die aus deren Oratorien hervorgegangene englische Tradition großer Chorfest-Werke knüpfte Mendelssohn mit dem Auftragswerk für Birmingham an und führte diese Elemente in seiner romantisch-klassizistischen Tonsprache zu einer packenden Synthese. Vielfältig sind somit die Funktionen des Chores und der Solisten. Einerseits schlüpfen sie in konkrete Rollen: Volk Israel, Baal-Anhänger, Engel (Chor), Witwe, Knabe (Sopran), Königin (Alt), Oabdjah, Ahab (Tenor); andererseits haben sie eine erzählende und reflektierende Funktion. Einzig der Bass ist ausschließlich der Rolle des Elias zugeordnet – eine faszinierende Partie zwischen Gottesfurcht, heiligem Zorn und tiefen Zweifeln.
Über das Ende, das in einem Ausblick auf das Neue Testament die Ankunft des Messias andeutet, ist viel spekuliert worden. Nur bis zu einem gewissen Grad gab Mendelssohn damit dem dringenden Wunsch des Pastors Julius Schubring nach, Elias am Ende eindeutig als Vorläufer Christi dazustellen. Möglicherweise versuchte Mendelssohn mit dieser offeneren Vision seinen angenommenen Protestantismus mit seinen jüdischen Wurzeln übereinzubringen.
Dr. Juan Martin Koch (c) Kulturwald gGmbH 2026
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Lenneke Ruiten
Lenneke Ruiten studierte Flöte und Gesang am Königlichen Konservatorium
in Den Haag und Operngesang an der Bayerischen Theaterakademie in
München. Im Jahr 2002 gewann sie unter anderem den ersten Preis beim
Internationalen Gesangswettbewerb in Den Bosch. Heute ist sie eine der
gefragtesten Sopranistinnen unserer Zeit und kann auf eine herausragende
Karriere in den Bereichen Oper, Konzert und Lied zurückblicken. Im Jahr
2023 erhielt Lenneke den Elly-Ameling-Ring. Dieser vom Concertgebouw
Amsterdam ins Leben gerufene Preis für Liedgesang wurde zunächst an Elly
Ameling, dann an Robert Holl und nun an Lenneke Ruiten verliehen.
Lenneke
gelang ihr Durchbruch in der Oper, als sie 2013 an der La Monnaie in
Brüssel als Ophélie (Thomas/„Hamlet“) einsprang. Sie sang Giunia
(Mozart/„Lucio Silla“) an der La Monnaie in Brüssel und am Teatro alla
Scala di Milano, Lucia (Donizetti/„Lucia di Lammermoor“) an der Opéra de
Lausanne, Konstanze (Mozart/„Die Entführung“) an der La Scala di Milano
und an der De Nationale Opera Amsterdam sowie die Titelrolle in „Das
schlaue Füchslein“ (Janáček) an der La Monnaie in Brüssel. Sie sang
Fiordiligi (Mozart/„Cosi fan tutte“) beim Festival d'Aix-en-Provence.
Sie wurde zum Holland Festival als Angelica (Händel/ „Orlando“) sowie zu
den Salzburger Festspielen als Donna Anna (Mozart/„Don Giovanni“)
eingeladen. Sie sang Maria Stuarda (Donizetti/Titelrolle) an der La
Monnaie in Brüssel und Gilda (Verdi/„Rigoletto“) an der Staatsoper
Stuttgart, wo sie auch Zerbinetta (Strauss/„Ariadne auf Naxos“) und
Sophie (Strauss/„Rosenkavalier“) sang.
Lenneke Ruiten hat mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Emmanuelle Haïm, Daniele Gatti, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Marc Minkowski, Christian Thielemann, Iván Fischer, Philippe Jordan, Alessandro de Marchi, Ton Koopman, Ottavio Dantone und René Jacobs zusammengearbeitet und mit Orchestern wie den Wiener Philharmoniker, dem Philadelphia Orchestra, dem Orchestre Suisse Romande, den English Baroque Soloists, dem Mozarteumorchester, der Akademie für Alte Musik, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Mahler Chamber Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom, und den Münchner Philharmonikern.
Sie ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Festival d'Aix-en-Provence, dem Edinburgh Festival, dem Spring Festival Tokyo, dem Mostly Mozart Festival New York, den BBC Proms, dem Leipziger Bachfest, dem Prager Frühlingsfestival, dem Aldeburgh Festival, dem Lucerne Festival, dem Holland Festival und dem Drottningholm Festival. Ihre Diskografie umfasst Mozart-Konzertarien, Bach-Kantaten, Carmina Burana, Strauss-Lieder usw. Lenneke Ruiten hat eine Leidenschaft für das Lied. Sie arbeitet mit dem Pianisten Thom Janssen zusammen und gibt Konzerte unter anderem im Amsterdamer Concertgebouw, in der Wigmore Hall in London, in La Monnaie in Brüssel, beim Spring Festival Tokyo, in der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart und im Kaisersaal in Frankfurt.
Marie-Luise Dreßen
Marie-Luise Dreßen ist eine gefragte Mezzosopranistin, die an bedeutenden Opernhäusern wie der Semperoper Dresden, der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro Real in Madrid ,der Pariser Oper und dem Teatro San Carlo Neapel gastierte. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Christian Thielemann, Kent Nagano, Alan Gilbert, Philippe Jordan, Pablo Heras- Casado, Donald Runnicles, Dan Ettinger, Semyon Bychkov, Cornelius Meister, Edward Gardner und Ivor Bolton.
2026/27 wird Marie-Luise wieder mit dem historisch informierten „Ring“ und Kent Nagano unterwegs sein (u.a. im Wiener Konzerthaus). Sie wird an der Bastille in Paris erneut als Rossweisse in der „Walküre“ zu erleben sein und singt Orlofsky an der Musikalischen Komödie in Leipzig und Suor Zelatrice in einer Neuproduktion von „Suor Angelica“ an der Oper Leipzig unter der musikalischen Leitung von GMD Ivan Repuśič.
Konzertreihen (Elias und Weihnachtsoratorium) bringen sie zurück in den Bayerischen Wald u.a. in das Konzerthaus Blaibach und ihr Debüt mit dem Danish National Orchestra in Sønderborg mit Felix Mendelssohns Lobgesang unter der Leitung von Christian Blex ist für den Frühling 2027 angesetzt.
Ihr Repertoire umfasst zentrale Partien ihres Fachs, wie zum Beispiel Octavian, Komponist (Ariadne auf Naxos), Hänsel, Cenerentola, Romeo, Sesto, Dorabella sowie zahlreiche Wagnerrollen.
In der Saison 2025/26 ging sie erneut mit Kent Nagano, dem Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln auf Europatournee und debütiert als 2. Norn in der „Götterdämmerung“, mit Auftritten u.a. beim Lucerne Festival, in der Elbphilharmonie Hamburg und im Théâtre des Champs-Élysées Paris. Sie kehrt an die Operá Bastille Paris zurück, um in der von Calixto Bieito neu inszenierten „Walküre“ Rossweisse zu singen und war an der Oper Leipzig unter anderem als Hänsel, Orlofsky in der „Fledermaus“ und 2. Norn unter der Leitung von Prof. Ulf Schirmer zu hören. Im Februar 2026 wirkte sie in „Elektra“ in der Elbphilharmonie unter Alan Gilbert mit.
Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen u.a. Auftritte als Octavian (Rosenkavalier) und Komponist (Ariadne auf Naxos ) am Tiroler Landestheater und als Komponist am Niederbayerischen Landestheater. 2024 tourte sie mit Kent Nagano in einer historisch informierten Aufführung der Walküre durch Europa und gab ihr Debüt an der Philharmonie in Paris.
Sie arbeitete mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester, dem spanischen Rundfunkorchester, dem WDR und dem ONDIF in Paris und trat mehrfach beim Lucerne Festival und beim Kissinger Sommer auf.
Ferdinand von Bothmer
Der deutsche Tenor Ferdinand von Bothmer ist bekannt für seine stilistische Vielseitigkeit und seine eindrucksvolle Bühnenpräsenz in einem breit gefächerten Repertoire, das Mozart, Belcanto und die deutsche dramatische Tradition umfasst. Als ehemaliges Ensemblemitglied der Wiener Volksoper hat er sich seither eine internationale Karriere aufgebaut und ist an führenden Opernhäusern wie der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper und der Stuttgarter Staatsoper sowie bei bedeutenden Festivals wie dem Rossini Opera Festival Pesaro und dem Maggio Musicale Fiorentino aufgetreten.
Sein Repertoire umfasst Schlüsselrollen wie Lohengrin, Parsifal, Walther von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg), Florestan (Fidelio), Radames (Aida) und Paul (Die tote Stadt), die sowohl lyrische Raffinesse als auch dramatische Intensität widerspiegeln. Er ist im Belcanto-Repertoire ebenso zu Hause wie in gefeierten Interpretationen von Arnold (Guillaume Tell) und Pollione (Norma).
Von Bothmer hat mit namhaften Dirigenten wie Riccardo Muti, Fabio Luisi, Helmuth Rilling, Ivor Bolton und Alberto Zedda sowie mit führenden Regisseuren wie Robert Carsen, Jossi Wieler und Lydia Steier zusammengearbeitet. Neben seiner Operntätigkeit ist er ein gefragter Konzert- und Oratoriensänger und interpretiert bedeutende Werke von Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn und Beethoven.
Ferdinand von Bothmer studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und schloss später ein Studium im Bereich Kultur- und Medienmanagement in Hamburg ab. Er arbeitete eng mit legendären Künstlern wie Nicolai Gedda und Dietrich Fischer-Dieskau zusammen.
Er ist Künstlerischer Leiter der Belcanto Ossiach Meisterkursreihe und Mitbegründer des Belcanto-Instituts Lucca.
Thomas E. Bauer
Thomas E. Bauer ist einer der faszinierendsten Vokalkünstler unserer Zeit. Begeistert wird er für die „virile Wucht”, „baritonale Klangschönheit“ und „präzise Diktion“ (Opernglas) seiner ausdrucksstarken Stimme gefeiert.
Als Konzertsänger gastierte Bauer zuletzt beim Orchestre Symphonique de Montréal mit Schönbergs „Gurreliedern“, beim Hong Kong Philharmonic, im Wiener Musikverein, in der Warschauer National-Philharmonie mit Mahlers „Das Lied von der Erde“, im Amsterdamer Concertgebouw mit Bachs Matthäuspassion unter der Leitung von Sigiswald Kuijken, beim Seoul International Music Festival, beim Brühl Haydn Festival mit der Capella Cracoviensis sowie beim Augsburger Mozartfest und Rheingau Musik Festival mit Bachs h-Moll-Messe. Er sang die Uraufführung von Jörg Widmanns Oratorium „ARCHE“ unter der Leitung von Kent Nagano zur Einweihung der Hamburger Elbphilharmonie (als CD bei ECM). Thomas E. Bauer sang Beethovens „Missa Solemnis“ unter Leitung von Philippe Herreweghe, Schuberts „Winterreise“ im Concertgebouw Brugge und die Matthäuspassion in Konzerten u.a. in Paris und Dijon mit der Capella Mediterranea unter Leitung von Leonardo García Alarcón.
Zuletzt war er auch zu erleben im Gewandhaus zu Leipzig, beim Beethovenfest Bonn mit Beethovens Liedzyklus „An die ferne Geliebte“, mit dem MDR Sinfonieorchester unter Simone Young und dem City of Birmingham Symphony Orchestra mit Jörg Widmanns Orchesterliedzyklus „Das heiße Herz“, mit Beethovens 9. Sinfonie mit dem Basler Kammerorchester unter Giovanni Antonini (jetzt bei SONY Classical), mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Yu Long, Jukka-Pekka Saraste und Shao-Chia Lü mit Orchesterliedern von Mahler und mit Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg mit Bach-Kantaten. Zu jüngeren Saisonhöhepunkten zählt die Uraufführung der Benjamin-Sinfonie von Peter Ruzicka mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung des Komponisten.
Thomas E. Bauer war Artist-in-Residence des BOZAR Brüssel und hat mit dem Boston Symphony Orchestra unter Bernard Haitink, dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, dem Orchestra Filarmonica della Scala unter Zubin Mehta, dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt und Riccardo Chailly und dem Tonhalleorchester Zürich konzertiert. Bei den Salzburger Festspielen war er zuletzt unter Ingo Metzmacher in Schuberts „Lazarus“, in der Berliner Philharmonie in Schönbergs „Jakobsleiter“ zu erleben. Auf der Opernbühne feierte er in Zimmermanns „Die Soldaten“ am Teatro alla Scala große Erfolge. Mehrere Opern-Uraufführungen hat er bestritten.
Thomas
E. Bauer, Initiator des preisgekrönten Konzerthauses Blaibach, erfuhr
seine erste musikalische Erziehung bei den Regensburger Domspatzen und
studierte später Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München.
Chor der KlangVerwaltung
Seit dem Tod seines Gründers Enoch zu Guttenberg richtet sich ein neuer Fokus des Chor der KlangVerwaltung sowohl auf die Entwicklung eigener innovativer Formate im konzertanten wie im szenischen Bereich als auch auf den Ausbau von Kooperationen mit national und international renommierten Festivals, Orchestern, Dirigenten.
Erste Früchte dieser Neuausrichtung waren im symphonischen Bereich Aufführungen mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Markus Poschner bzw. Kent Nagano in der Elbphilharmonie. Aber auch in kammermusikalischer Besetzung präsentierte sich der Chor in Interpretationen von Andrew Parrott, Paul McCreesh und Fabio Biondi mit Werken des Barocks.
Das Jahr 2020/2021 markierte den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Blaibach und den Tiroler Festspielen Erl. Darunter besonders hervorzuheben sind die halbszenischen Aufführungen von Carl Orffs „Astutuli“ im Konzerthaus Blaibach und die Übertragung der Matthäus-Passion aus dem Festspielhaus Erl im ORF-Fernsehen. Aufführungen von Bachs Johannes-Passion führten den Chor 2022 erstmals in Kooperation mit der Hofkapelle München nach Meran und Brixen. Daraus entstanden weitere gemeinsame Projekte, darunter die CD-Produktion der Oper „Der Stein der Weisen“. In der Saison 2022/2023 folgte der Chor erneut der Einladung von Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Auf dem Programm stand die Rekonstruktion des Konzerts zur Uraufführung von Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ am Karfreitag des Jahres 1868.
Als Beleg der Vielseitigkeit und stimmlichen Flexibilität sind unter den zahlreichen Konzerten 2024 neben den Debüts bei den Festspielen Europäische Wochen Passau und in der Heilbronner Harmonie besonders die CD-Produktion der Symphonie Nr. 8 („Die Glocke – Brücke zur Unendlichkeit“) von Enjott Schneider und das Brahms-Requiem im Konzerthaus Blaibach zu erwähnen. Dieses üblicherweise in großer Chor- und Orchesterbesetzung aufgeführte Werk kam dabei in der kammermusikalischen Fassung mit 14 Chorsänger/-innen und dem renommierten Klavierduo GrauSchumacher zur Aufführung.
Münchner Symphoniker
Mit viel Innovationskraft und Ideenreichtum sowie einer gehörigen Portion Experimentierfreude sind die Münchner Symphoniker ein außergewöhnlicher Klangkörper. Durch facettenreiche und anregende Programme entdeckt das Orchester gemeinsam mit seinem Publikum neue Klangwelten und lädt dazu ein, (nicht nur) klassische Musik neu zu denken.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1945 bieten die Münchner Symphoniker ein Forum für hervorragende Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren Generation und kooperierten u.a. mit Julia Hagen, Asya Fateyeva oder Fatma Said. Aber auch renommierte Namen wie Alondra de la Parra, Maximilian Hornung, Arabella Steinbacher, Christian Schmitt oder Jonas Kaufmann schaffen musikalische Höhepunkte. Das unkonventionelle Spiel mit der Tradition zeichnet das Orchester dabei ebenso aus wie die Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern anderer Musikgenres.
Neue Wege gehen die Münchner Symphoniker insbesondere mit visionären Projekten im Bereich der kulturellen Bildung: Das mit dem KULTURLICHTER – Deutscher Preis für kulturelle Bildung ausgezeichnete Projekt „MSY goes VR“ bringt klassische Musik mittels innovativer Virtual Reality-Technologie zu den Menschen und schafft eine neue Form der Nahbarkeit. Mit MASTERS OF INCLUSION starteten die Münchner Symphoniker gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Geistige Entwicklung der LMU sowie einem inklusiven Ensemble der Münchner Kammerspiele ein besonderes Konzertprojekt, das von der Deutschen Orchester-Stiftung mit dem „Preis Innovation“ ausgezeichnet wurde und bei dem Menschen mit und ohne Behinderung auf der Bühne stehen.
Seit mehr als 20 Jahren bringen die Münchner Symphoniker außerdem mit beispiellosem Engagement Musik zu Schülerinnen und Schülern und bei ihren beliebten Probenbesuchen Kinder zur Musik in den Probensaal. Und als Orchester des Wandels haben sie sich zum Ziel gesetzt, musikalisch auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes und eines nachhaltigen Lebensstils hinzuweisen.
Eine große Affinität zur Filmmusik ist tief in der Historie der Münchner Symphoniker verwurzelt: mehr als 650 Filmmusiken wurden von ihnen eingespielt, darunter der Oscar-nominierte Soundtrack zu „Das Schweigen der Lämmer“ oder die Musik für Filmklassiker wie „Die unendliche Geschichte 3“ und „Das Boot“.
In rund 100 Konzerten pro Spielzeit sind die Münchner Symphoniker ohne eigenen Konzertsaal als Klangbotschafter überall zu Hause: in den Münchner Konzertsälen ebenso wie den Clubs (Prinzregententheater, Isarphilharmonie, Allerheiligen-Hofkirche und Technikum im Werksviertel-Mitte), dem Münchner Umland (Garmisch-Partenkirchen und Kempten u.a.) ebenso wie bei Konzerttourneen auf den großen Bühnen im In- und Ausland. Kurzum: Die Münchner Symphoniker bringen den „Klang unserer Stadt“ zu den Menschen in München und darüber hinaus.
Der innovative und agile Klangkörper von heute zählt Musikerinnen und Musiker aus 17 Nationen und blickt auf eine außergewöhnliche Entwicklung zurück. Mit Joseph Bastian als Chefdirigenten und Künstlerischem Leiter haben die Münchner Symphoniker seit der Saison 23/24 den idealen Partner, um auch zukünftig mutige und visionäre Konzertprojekte zu realisieren und die Liebe zu klassischer Musik immer neu zu entdecken.
Joseph Bastian
Joseph Bastian ist seit der Saison 2023/24 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Münchner Symphoniker. Der französisch-schweizerische Dirigent wird für seine „absolute Präzision und sein ruhiges und meisterhaftes Auftreten“ gefeiert und ist bekannt für die „bemerkenswerte Partnerschaft“, die er mit den Orchestermusikern eingeht.
Zu seinen jüngsten und künftigen Projekten gehören Dirigate beim WDR Sinfonieorchester, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Aarhus Symfoniorkester. Mit dem Orchestre National d’Île de France feiert er in dieser Spielzeit sein Debüt in der Philharmonie de Paris.
Joseph Bastian ist zudem Chefdirigent des Orchestre Dijon Bourgogne, mit dem er zum ersten Mal beim Festival International de Musique de Besançon gastierte. Zudem bringt er dort gemeinsam mit dem renommierten Neurowissenschaftler Emmanuel Bigand Musik und Wissenschaft zusammen und geht auf die spannende Suche nach der Reise der Töne in unsere Gehirne und Körper.
Als Principal Conductor des Asian Youth Orchestras konnte er das Spitzenensemble zum ersten Mal nach der Pandemie wieder zurück nach Asien führen. Nach gefeierten Konzerten in Italien und Deutschland, u.a. beim Mahler Festival in Toblach und dem Festival Young Euro Classic im Konzerthaus Berlin, bereiste das Orchester Hong Kong, China, Thailand, Singapur, Taiwan und Japan.
Bastian hat eine besondere Affinität für Oper und gab mit Haydns „Il mondo della Luna“ 2022 sein Debüt am Opernstudio Zürich. 2021 leitete er eine erfolgreiche Produktion von „Die Bernauerin“ bei den Carl-Orff-Festspielen. Am Luzerner Theater debütierte er mit Humperdincks „Hänsel und Gretel“, am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit Verdis „La Traviata“.
2016 gewann Joseph Bastian den Neeme-Järvi-Preis des Gstaad Menuhin Festivals, 2019 wurde ihm der Eugen-Jochum-Preis verliehen. Eine enge Zusammenarbeit als Assistent verband ihn mit Mariss Jansons, Daniel Harding und Vladimir Jurowski. Er spielte Cello und Posaune, war Bassposaunist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.