25.01.26
Janoska Ensemble
Sonntag, 25. Januar 2026, 18 Uhr
František Janoska – Klavier
Ondrej Janoska –
Violine
Roman Janoska
–
Violine
Julius Darvas
–
Kontrabass
------------------
Konzertdauer: ca. 35 min │Pause │ca. 45 min
------------------
Johannes Brahms
Ungarischer Tanz Nr. 1
František Janoska
Souvenir pour Elise
(nach Beethovens „Für Elise“)
František Janoska
Leo’s Dance
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze im „Janoska Style“
1. Jocul cu bâta (Stocktanz)
2. Brâul (Rundtanz)
3. Pe Loc (Stampftanz)
4. Buciumeana (Kettentanz)
5. Poarga românesca (Rumänische Polka)
6. Mărunțel (Schnelltanz)
------------------
Pause
------------------
František Janoska
9 Symphonies in 9 Minutes
Paraphrase über Ludwig van Beethovens 9 Symphonien
John Lennon/Paul McCartney
Yesterday
Georges Bizet / Franz Waxman
Carmen Fantasie
Johann Sebastian Bach
Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043
I. Allegro vivace
II. Largo ma non tanto
III. Allegro
------------------
„The Big B’s – Die großen B’s“
Bis zur Zeit von Johannes Brahms war Improvisation – also spontanes, unvorbereitetes Musizieren – ein unbestrittenes Markenzeichen der großen Meister. Heute ist diese Disziplin fast in Vergessenheit geraten: Während spontanes Musizieren früher eine Fähigkeit war, die jeder herausragende Musiker beherrschen musste, verdrängt heute die erforderliche Präzision des Konzertalltags diese Fähigkeit – möglicherweise auch aufgrund mangelnden Mutes.
Große Improvisatoren der „klassischen Periode“ waren unter anderem Bach, Beethoven und Brahms: allesamt „Schutzheilige“ und Idole des Janoska Ensembles. Hier begann die Suche nach weiteren Komponisten mit dem Buchstaben „B“ – und sie wurden schnell gefunden, darunter Bartók und Brubeck. So entstand die Idee, in einem Programm die Musik jener Komponisten zu präsentieren, die wahre Meister der Disziplin der Improvisation waren: „The Big B’s.“
Aus Bachs Werk hat das Janoska Ensemble das unglaublich schöne Doppelkonzert für zwei Violinen ausgewählt und präsentiert eine „Jazz meets Classic“-Version. In „9 Sinfonien in 9 Minuten“ (und das Ensemble ist auf die Sekunde genau!) – einem neunminütigen Medley, das die jeweiligen Hauptthemen von Beethovens Sinfonien 1 bis 9 enthält – transportieren die Musiker Beethovens zeitloses Werk in die Gegenwart.
Ein besonderes Anliegen des Janoska Ensembles ist die Musik von Béla Bartók. Seine Musik ist gleichzeitig ihre eigene musikalische Wurzel, und es lag auf der Hand, dass das Ensemble hier seine Improvisationen in die rumänischen Volkstänze einfließen ließ: ganz in dem Stil, der ihnen seit Generationen in ihrer Familie beigebracht wurde. Und Brahms’ Ungarischer Tanz passt sehr gut dazu: Auch darin hört man die „musikalische Erziehung“, ihre Wurzeln…
Jazz nimmt einen ganz besonderen Platz im Repertoire des Ensembles ein: „Dave Brubecks ‚Blue Rondo à la Turk‘ hat uns sehr inspiriert“, erzählt Roman, „und es ist uns gelungen, eine ganz besondere Version dieses Jazz-Klassikers zu schaffen.“
Natürlich dürfen auch Stücke aus dem Labor des Janoska-Kompositionsworkshops selbst nicht fehlen: Františeks „Leo’s Dance“ und seine Hommage an Beethovens wohl berühmtestes Thema: „Für Elise“.
www.janoskaensemble.com
------------------
Janoska Ensemble
Neue Richtungen in der Musik liegen derzeit unter einfallsreichen Namen
im Trend, wobei die Fusion- und Crossover-Kategorien stetig erweitert
werden. Das klassisch ausgebildete Janoska Ensemble überschreitet mit
seiner polyglotten Musiksprache jedoch alle Grenzen. Ihre Debüt-CD, die
innerhalb weniger Monate Goldstatus erreichte, trägt den treffenden
Titel JANOSKA STYLE (Deutsche Grammophon 2016). Auch ihr Album
REVOLUTION aus dem Jahr 2019 wurde mit Gold ausgezeichnet. 2022 folgte
THE BIG B’s, das auf dem besten Weg ist, diesen Erfolg zu wiederholen.
Ihr neuestes Werk, THE FOUR SEASONS IN JANOSKA STYLE, erschien im
Oktober 2024 und wurde bereits mit großer Anerkennung gefeiert.
Die
besondere Qualität der Janoska-Arrangements in wenigen Worten
zusammenzufassen, ist keine leichte Aufgabe: Es sind parallele Einbrüche
in klassisches Terrain und in weit entfernte Gefilde des musikalischen
Repertoires, in denen die Musiker ihre spontane Kreativität einsetzen,
um erstklassige, innovative, mitreißende Musik zu schaffen, die lebt und
atmet. Diese unvergleichlich publikumsfreundlichen Verwandlungen sind
das Werk der drei Brüder aus Bratislava – Ondrej und Roman Janoska an
den Violinen und František Janoska am Klavier – zusammen mit ihrem in
Konstanz geborenen Schwager Julius Darvas am Kontrabass. Beide Familien
verbindet eine lange Tradition des musikalischen Könnens. Die Janoskas
machen seit sechs Generationen Musik, während Julius Darvas auf drei und
mehr Generationen Kontrabassspiel aufbaut. Eine weitere Qualität, die
die Mitglieder des Ensembles verbindet, ist eine erstklassige klassische
Ausbildung und preisgekrönte Sololeistungen. In Anerkennung ihrer
herausragenden musikalischen Leistungen wurde das Ensemble 2023 mit dem
slowakischen Nationalpreis, dem „Crystal Wing Award“, ausgezeichnet.
Die
Eigenkompositionen, die ihre Programme selektiv bereichern, oft mit
vielsagenden Titeln, dienen als emotionale Visitenkarten, die die
Persönlichkeiten dieser herausragenden Künstler beleuchten. In ihrem
ganz eigenen Stil bringen die vier Musiker ihre Liebe zur Improvisation
mit begeisterter Hingabe und vollendeter Virtuosität zum Ausdruck,
belohnt mit tosendem Applaus von anspruchsvollen Zuhörern auf vier
Kontinenten. Das Janoska Ensemble ist – im Pop-Jargon – eine
„Live-Band“. Die emotionale Intelligenz und der subtile Humor im Umgang
der Künstler mit dem Publikum, kombiniert mit dem meisterhaft
inszenierten Spiel mit bekannten Melodien und Überraschungseffekten in
den neu kreierten Musiknummern, reißen die Zuhörer zuverlässig von den
Sitzen, was fast immer zu begeisterten Standing Ovations führt. Ihr
Janoska-Stil, ihre nie nur oberflächliche Virtuosität und ihre
Fähigkeit, sich in einen schnellen musikalischen Dialog miteinander und
mit dem Publikum zu setzen, wurden von namhaften Bühnenpersönlichkeiten
wie Anna Netrebko, Al Jarreau, Bobby McFerrin, Juan Diego Flórez, Brian
McKnight, Julian Rachlin, Randy Newman, Biréli Lagrène und Lalo Schifrin
eingeladen.
Trotz des vollen Terminkalenders an Engagements und
Tourneen vermittelt das Janoska Ensemble eine unerschöpfliche
Leidenschaft für das Musizieren. Die vier Musiker arbeiten ständig an
neuen Programmen und Projekten. Ihr einzigartiger „Janoska Style“ bildet
die Basis für alles, was noch kommen wird, und stellt das Gütesiegel
für eines der aufregendsten und universellsten Musikensembles der
Gegenwart dar.
Es braucht mehr als einen Satz, um zu beschreiben,
was genau den Janoska-Stil ausmacht – allein die Aufzählung all seiner
biografischen und künstlerischen Bestandteile würde zu lange dauern und
ihm nicht gerecht werden. Aber was ist das genau? Klassische Werke in
neuen Arrangements, Einflüsse, die bis in die heutige Musik reichen! Ein
zentrales Element ist die verlorene Kunst der Improvisation, vor allem
in Anlehnung an die klassische Musik. Das Janoska Ensemble schafft neue,
noch nie dagewesene Synergien, Brücken zwischen dem Original und seiner
modernen Interpretation gepaart mit einer Verschmelzung von
Improvisation und Kreativität: kurz: der Janoska-Stil.
Die vier
Mitglieder des Janoska Ensembles erfüllen alle Kriterien des „Janoska
Style“ voll und ganz: Eine solide klassische Ausbildung, jahrzehntelange
Spielpraxis von Kindesbeinen an, eine tief verwurzelte musikalische
Tradition, höchste technische Perfektion und eine tiefe Freude am
Spielen und Aufführen, einschließlich der Kunst der freien
Improvisation. All das macht das Ensemble zu mehr als der Summe seiner
Teile; vielmehr ist es eine Art perfekt ausbalancierte musikalische
Familie. Der Mann am Kontrabass, Julius Darvas, fungiert gleichzeitig
als Moderator des Programms. Den „Janoska-Effekt“, wie er das
Zusammenspiel während eines Konzerts nennt, beschreibt er wie folgt:
„Die Stimmung des Publikums wirkt sich direkt auf unsere Spielfreude
aus, vor allem wenn es um Improvisation geht: Wir geben - wir empfangen -
wir geben mehr - wir empfangen mehr… Und es geht immer weiter. Dann
beginnt die Energie im Konzertsaal richtig zu zirkulieren!“
Auch
das Janoska Ensemble befindet sich in Sachen Workshops und
Meisterklassen in einer Art kontinuierlicher „Improvisationsmission“:
Diese Lehrtätigkeit führte die vier Musiker unter anderem an die
Kronberg Academy oder zum Menuhin Festival nach Gstaad. Die Reaktionen
der Kursteilnehmer waren durchweg euphorisch: Die Zusammenarbeit mit dem
Janoska Ensemble – so ihre allgemeine Meinung – gab ihnen viel mehr
Selbstvertrauen, um im klassischen Kontext frei zu improvisieren.
Ondrej
Janoska spielt eine Geige von Carlo Ferdinando Landolfi aus dem Jahr
1760, die ihm freundlicherweise von der Goh Family-Collection zur
Verfügung gestellt wurde.
Roman Janoska spielt einen Ferdinandus
Gagliano Filius, Nicolai fecit Neap. 1769, eine freundliche Leihgabe von
der Sammlung Dr. Christian Kuhn.
František Janoska ist ein Bösendorfer-Künstler.
Julius Darvas, Roman Janoska und Ondrej Janoska sind Thomastik-Infeld-Künstler.