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16.04.26

Núria Rial & Maurice Steger

Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr

Il Giardino d’Amore

Núria Rial – Sopran
Maurice Steger – Blockflöte & Flautino
Julia Schröder – Barockvioline
Hille Perl – Viola da gamba
Andrea Buccarella – Cembalo


Alessandro Scarlatti (1660–1725)
„Quella pace gradita“
Kantate für Sopran, Blockflöte, Violine und Basso continuo
Sinfonia – Quella pace gradita – Crudel tiranno amore – O voi selve beate – Care selve soggiorni di quiete – Lungi lungi da me tiranno amore – Teco e mesta tortorella

Andrea Falconieri (1585-1656)
„La bella marchesetta“
„La suave melodia“ 
„Folias echa para mi Señora Doña Tarolilla de Carallenos“

Domenico Scarlatti (1685–1757)
Sonate für Cembalo C-Dur K 49

Francesco Mancini (1672-1737)
„Quanto dolce è quell’ardore“
Kantate für Sopran, Blockflöte und Basso continuo
Quanto dolce e quell’ardore – Purche a te sia vicina – Aprimi il petto

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PAUSE
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Diego Ortiz (ca. 1510– ca. 1570)
Recercada La Gamba (Rom 1553)

Barbara Strozzi (1619-1677)
„Amor dormiglione“

Alessandro Scarlatti (1660-1725)
„Più non m’alletta e piace“
Arie für Sopran, flautino, Streicher und Basso continuo
aus der Serenata „Il Giardino d’Amore“

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)
Sonata representativa für Violine und Basso continuo
Allegro – Nachtigal – CuCu – Fresch – Die Henn & Der Hann – Die Wachtel – Die Katz – Musqetir Mars – Allemande 

Arcangelo Corelli (1653-1713)
Violinsonate G-Dur op. 5, Nr. 11
Version für Blockflöte und Basso continuo 

mit Verzierungen von Pietro Castrucci & Matthew Dubourg
I. Preludio. Adagio
II. Allegro
III. Adagio
IV. Vivace
V. Gavotta. Allegro

Giulio Caccini (1551–1618)
Al fonte, al prato

Francesco Gasparini (1661–1727)
„Bell’augeletto che vai scherzando“
Arie aus der Oper „L’oracolo del fato“

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Ihren Spaziergang durch den „Garten der Liebe“ beginnen Núria Rial, Maurice Steger und ihre Kollegen mit einer der etwa 800 Kantaten des Begründers der neapolitanischen Opernschule, Alessandro Scarlatti. Die Besonderheit von „Quella pace gradita“, einer für die Zeit um 1700 typischen Liebesklage mit Naturmotiven, ist die Besetzung mit Blockflöte. In der eröffnenden Sinfonia dialogisiert sie mit der Violine und in der letzten von drei durch Rezitative verbundenen Arien verkörpert sie eine „traurige Turteltaube“. Mit dieser will das lyrische Ich fortan leben – tief im Wald, weit weg von den Qualen einer „tyrannischen Liebe“.

Als instrumentale Zwischenspiele folgen zunächst drei Weisen des in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor allem als Lautenist berühmten Andrea Falconieri: „La bella marchesetta“, „La suave melodia“ und eine Variationenreihe über die beliebte „Folia“-Akkordfolge. Der spanische Titel „Folias echa para mi Señora Doña Tarolilla de Carallenos“ deutet darauf hin, dass sie im Rahmen von Falconieris siebenjährigem Spanienaufenthalt ab 1621 entstanden ist.

Deutlich länger als Falconieri, für beinahe dreißig Jahre, hatte ein Jahrhundert später Alessandros Sohn Domenico Scarlatti seinen Lebensmittelpunkt in Spanien. In der Zeit ab 1738 erschienen viele seiner über 550 einsätzigen Cembalosonaten in Druck, wobei die C-Dur-Sonate K 49 nicht dazu gehört. Die Vortragsbezeichnung „Presto“ täuscht über den entspannt verspielten Charakter des Satzes hinweg, der neben virtuosen Passagen auch nachdenkliche Mollwendungen umfasst.

Nachfolger Alessandro Scarlattis als primo maestro der Königlichen Kapelle in Neapel war Francesco Mancini. Ein schönes Beispiel seines kantablen und ausdrucksstark verzierten Vokalstils ist die dreiteilige Solokantate in pastoralem Ambiente „Quanto dolce è quell’ardore“. Der eröffnenden Largo-Arie folgt ein Rezitativ und eine bewegtere Schlussarie, in der die Liebende ihren angebeteten Fileno auffordert, ihr ins Innerste zu blicken, um ihrer Treue ansichtig zu werden.

Als eine Variante der „Folia“-Akkorde war im 16. Jahrhundert das Modell „La Gamba“ beliebt. In seinem 1553 in Rom erschienenen „Tratado de glosas“, einer bedeutenden Abhandlung über die Kunst der Verzierung und der Improvisation, benutzt der in Neapel tätige Spanier Diego Ortiz diese Formel in der vierten seiner „Recercadas sobre Tenores“, womit Fantasien auf der Basis überlieferter Melodien bzw. Akkordfolgen gemeint sind.

Eine bemerkenswerte Rolle in den männlich dominierten venezianischen Musik- und Literaturzirkeln des 17. Jahrhunderts spielte die Sängerin und Komponistin Barbara Strozzi. So veröffentlichte sie zahlreiche Sammlungen vor allem mit weltlichen Vokalwerken, darunter die „Cantate, ariette e duetti“ op. 2 (1651). Daraus stammt die köstliche Arie „Amor dormiglione“, in der die als „faul“, „langsam“ und „dumm“ gescholtene „Schlafmütze Amor“, aufgefordert wird aufzuwachen und endlich ihre Pfeile abzuschießen.

In Richtung Oper tendieren die oft für eine halbszenische Aufführung gedachten Serenaden Alessandro Scarlattis für zwei oder mehr Stimmen. Die Arie „Più non m’alletta e piace“ stammt aus jener „Serenata“, die diesem Programm den Titel gibt: „Il Giardino d’amore“. In ihr verzehrt sich Adonis so sehr in Liebe zu Venus, dass ihn nicht einmal der Gesang der Nachtigall erfreuen kann, deren Gesang von einem flautino, also einer hohen Sopraninoblockflöte angestimmt wird.

Gleich mehrere Tiere bevölkern die „Sonata representativa“ des genialen Violinkomponisten Heinrich Ignaz Franz Biber. Nach dem eröffnenden Allegro beschwören Solovioline und Basso continuo auf herrlich anschauliche Weise eine Nachtigall, einen Kuckuck, einen Frosch, Henne und Hahn, eine Wachtel und eine Katze herauf, ehe ein „Musketier-Marsch“ und eine Allemande das Stück beschließen.

Arcangelo Corelli war bis ins 18. Jahrhundert hinein der meist gespielte Instrumentalkomponist Europas; seine in Drucken weit verbreiteten Concerti grossi, Trio- und Solosonaten galten als Musterbeispiele ihrer jeweiligen Gattung. Im Fall der 1700 veröffentlichten Violinsonaten op. 5 zeugen Manuskripte bedeutender Geiger mit deren ausnotierten Verzierungen davon, wie diese Musik aufgeführt wurde. Übertragen auf die Blockflöte präsentiert uns Maurice Steger, der sich mit dieser Aufführungspraxis intensiv beschäftigt hat, heute die elfte dieser Sonaten op. 5 mit Verzierungen, die von dem Corelli-Schüler Pietro Castrucci und von dem irischen Violinvirtuosen Matthew Dubourg stammen.

Giulio Caccini war eine der Schlüsselfiguren der Florentiner Camerata und damit maßgeblich an der Entwicklung des monodischen Stils und der Oper beteiligt. Das pastorale Strophenlied „Al fonte, al prato“ aus der zweiten seiner beiden „Le Nuove Musiche“ genannten Sammlungen (1614) verströmt den unbekümmerten Zauber dieses neuen, ganz auf die einzelne Vokalstimme konzentrierten Stils.

Mit der Arie „Bell’augeletto che vai scherzando“ aus der Serenade „L’oracolo del fato“ (1709) von Francesco Gasparini (zu dieser Zeit gemeinsam mit Antonio Vivaldi am Ospedale della pietà in Venedig tätig) schließt sich der Kreis zum Beginn des Programms: Die Blockflöte umspielt als „anmutiges Vöglein“ den Gesang der Sopranstimme: „Ich höre dich: Du rufst mich, und aus dir spricht die Liebe“.

Dr. Juan Martin Koch (c) Kulturwald gGmbH 2026

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Núria Rial

Wenn man von der Stimme von Núria Rial spricht, dann ist von Reinheit und vokaler Leuchtkraft, von Natürlichkeit, von gefühlvollem Gesang und von eleganter Phrasierung die Rede. Sie gehört ohne Zweifel zu den besten Sopranen, die in den letzten Jahren barockes und klassisches Repertoire interpretiert haben. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich vor allem auf Konzerte und Tonaufnahmen (sie hat über dreißig Alben veröffentlicht und ist seit 2009 Exklusivkünstlerin von SONY Classical). Ihre Diskographie wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Orphée d'Or, dem Echo Classical und dem OPUS KLASSIK.

Núria Rial studierte in Basel mit Kurt Widmer, und sie tritt in den wichtigsten Konzertsälen und auf bedeutenden europäischen Festivals auf, so auf den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival und dem Bachfest Leipzig, mit Dirigenten wie Antonini, Currentzis, Equilbey, Fischer, Goodwin, Hengelbrock, Jacobs, Leonhardt, Minkowski und Pinnock.

Maurice Steger

„Maurice Steger, der das Ganze musikalisch leitete und dabei sein unnachahmlich virtuoses Blockflötenspiel mit einem inspiriert tänzerischen Dirigat verschmolz, ließ Einzigartiges entstehen, und das gesamte Ensemble schwang wie in Trance mit."
Steger wird als "Paganini" und "Hexenmeister der Blockflöte" sowie "The world’s leading recorder player" betitelt. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und eines ganz besonderen Feingefühls für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo D’Oro oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur, erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Sol Gabetta oder auch dem französischen Cembalisten Jean Rondeau, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Auch ist er für Experimentelles oder neue Formationen zu haben, so tritt er bspw. mit dem Pianisten Martin Stadtfeld oder dem Kuss Quartett auf. Seit 2021 standen einige Uraufführungen, u.a. von Werken von Iris ter Schiphorst, auf dem Programm.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra, dem Malaysia Philharmonic Orchestra oder den Violons du Roy aus Kanada zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedenen Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des Tino Flautino, um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen.

Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD Souvenirs Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte. Sein Album Baroque Twitter mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuria Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Mr. Handel’s Dinner mit dem La Cetra Barockorchester Basel empfindet Pausenmusiken während Händels Opernvorstellungen in London nach. Im Herbst 2023 erschien Stegers ganz persönliches Tribute to Bach, eingespielt ebenfalls mit dem La Cetra Barockorchester Basel, bei Berlin Classics.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie Arte in der Dokumentation Die Blockflöte – Ein Comeback gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht, wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.


Julia Schröder

„Da ist eine Musikerin am Werk, die verliebt ist in jede Note, die sie spielt und improvisiert, die mit ihren Musikerkollegen nichts nur routiniert abschnurren lässt und technisch wie gestalterisch auf Top-Niveau agiert“, schreibt die Basler Zeitung über die Geigerin Julia Schröder.

Ihrer mitreißende Art zu spielen begeisterte auch Solisten wie Sol Gabetta, Marijana Mijanovic, Giuliano Carmignola, Angelika Kirchschlager, Andreas Scholl, Patricia Kopatschinskaja, Giuliano Sommerhalder, Angela Hewitt, Núria Rial, Julia Leshneva, Franco Fagioli und Cecilia Bartoli, mit denen Julia Schröder viele Konzerte und CD-Aufnahmen realisierte.

Als Konzertmeisterin und Leiterin des Kammerorchester Basel tourt sie durch die großen Säle Europas, und begründete somit ihr Renommee als herausragende Künstlerin, Leiterin und Geigerin. 2010 wurde sie zur Professorin für Violine an der Musikhochschule Freiburg (D) berufen.

Ihre musikalische Vielseitigkeit und ihre große Leichtigkeit auf der Geige machen sie zu einer begehrten musikalischen Partnerin. Ihre stilistische Bandbreite von der historischen Aufführungspraxis über den Tango bis hin zum Jazz verleihen ihr eine Authentizität, welche ihr Geigenspiel unverkennbar macht.

Sie ist gern gesehener Gast bei Ensembles wie il Giardino Armonico, dem Freiburger Barockorchester, der Lauttencompagney Berlin, Les Passions de l’Ame und im Tangotrio Marcelo Nisinman.

Ihre Discographie ist bei Sony BMG erschienen.

Hille Perl

Hille Perl spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Viola da Gamba und zählt zu den herausragenden Musikerinnen ihres Fachs. Sie konzertiert weltweit als Solistin, in Duo-Formationen, vor allem mit ihrer Tochter Marthe Perl, und in Ensembles wie Los Otros, The Age of Passions oder Sirius Viols. Die Ensembles arbeiten in flexiblen Besetzungen und decken ein breites Repertoire ab – von Renaissance- und Barockmusik über historische Lauten- und Gambenwerke bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Zahlreiche CDs dokumentieren diese Vielseitigkeit.

Hille Perl kooperiert regelmäßig mit renommierten Musikerinnen und Musikern wie Lee Santana, Dorothee Mields, Michala Petri, Mahan Esfahani und Avi Avital. Neben dem Konzertieren ist sie Professorin an der Hochschule für Künste Bremen und engagiert sich in der Weitergabe ihres Wissens über Musik, Gambenspiel und künstlerische Praxis.

Andrea Buccarella

Der Cembalist, Organist und Dirigent Andrea Buccarella zählt zu den angesehensten Musikern und Spezialisten für Alte Musik seiner Generation. 2018 wurde er beim Internationalen Cembalo-Wettbewerb Musica Antiqua Bruges mit dem ersten Preis ausgezeichnet, wo er zudem den Outhere-Preis gewann. Seitdem führt ihn ein dichtes Konzertprogramm zu bedeutenden Festivals und Konzertsälen in Europa, den Vereinigten Staaten, Kolumbien, Bolivien, dem Libanon, Korea und Japan, sowohl als Solist am Cembalo, an der Orgel und am Fortepiano als auch als Dirigent. 

Er wurde 1987 in Rom geboren und begann seine musikalische Ausbildung als Puer Cantor im renommierten Chor der Sixtinischen Kapelle (1997–2000). Nach dem Erwerb des Diploms in Orgel und Orgelkomposition am Konservatorium Santa Cecilia in Rom schloss er sein Studium im Fach Cembalo und historische Tasteninstrumente bei Enrico Baiano mit cum laude ab. Er beendete seine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er unter der Leitung von Andrea Marcon zwei Masterstudiengänge in Cembalo und historischen Tasteninstrumenten mit Bestnote und Auszeichnung abschloss.

Im September 2019 veröffentlichte er sein Debütalbum TOCCATA beim renommierten Label Ricercar (Outhere Music), das die Geschichte der emblematischsten Form der Barockmusik von Claudio Merulo bis zu ihrer Apotheose bei Johann Sebastian Bach beleuchtet. „Toccata“ wurde von der internationalen Kritik hoch gelobt und erhielt 5 Sterne im BBC Music Magazine (Dezember 2019) sowie den renommierten Diapason d'Or Découverte des Diapason Magazine. 

Zu seinen Soloaufnahmen zählen J. S. Bachs Konzerte für zwei Cembali und Streicher BWV 1060–1062 mit Francesco Corti und Il Pomo d'Oro sowie J. S. Bachs Konzert für vier Cembali und Streicher mit Rinaldo Alessandrini und Concerto Italiano. Im Herbst 2023 veröffentlichte er sein zweites Soloalbum FANTASIA, das zweite Kapitel, das den musikalischen Formen für Tasteninstrumente gewidmet ist. Als Dirigent hat er Aufnahmen für SONY Deutsche Harmonia Mundi (Stabat Mater und Dies Irae), Challenge Classics (Cieco Amor und L’Aureo serto), The Vivaldi Edition (Vivaldi, Cantate per Soprano I und Vivaldi, Serenata a tre RV 690) sowie Glossa (Amate stelle) eingespielt.

Im Jahr 2012 wurde Andrea Buccarella künstlerischer Leiter und Dirigent des Abchordis Ensembles. Seitdem widmet er sich einer gewissenhaften Forschungsarbeit, deren Ziel es ist, musikalische Meisterwerke der Vergangenheit wiederzuentdecken, die in der heutigen Zeit nicht mehr aufgeführt werden, wobei sein besonderes Augenmerk dem geistlichen, instrumentalen und opernhaften Repertoire des Italien des 18. Jahrhunderts gilt. Unter seiner Leitung gewann das Abchordis Ensemble den ersten Preis beim Internationalen Händel-Wettbewerb 2015 in Göttingen. Andrea wurde eingeladen, mehrere Vokal- und Instrumentalensembles zu dirigieren, darunter das Venice Baroque Orchestra, das La Cetra Barockorchester Basel, Il Pomo d'Oro, das Solistenensemble Kaleidoskop, das Kore Orchestra und andere. Im Februar 2020 gab er sein Debüt als Dirigent im Musikverein Wien mit dem Venice Baroque Orchestra und Julia Lezhneva. Im Mai 2022 dirigierte er vom Cembalo aus J.S. Bachs sechs Brandenburgische Konzerte BWV 1046–1051 auf einer Italien-Tournee mit dem Frau Musika Orchestra. Im Mai 2023 wurde er erneut eingeladen, das Frau Musika Orchestra auf einer Tournee mit der Gesamtaufführung von J.S. Bachs Cembalokonzerten für 2, 3 und 4 Cembali und Streicher zu dirigieren.

Andrea Buccarella ist zudem sehr aktiv als Lehrer und hat mehrere Meisterkurse für Cembalo, Basso continuo, Orgel und Ensemblemusik gegeben. Seit dem akademischen Jahr 2022/2023 ist er Gastdozent an der Schola Cantorum Basiliensis als Assistent in der Cembalo-Klasse von Prof. Andrea Marcon.