29.01.26
Plácido Domingo
Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Plácido Domingo – Bariton
Varduhi Khachatryan – Sopran
James Vaughan – Klavier
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Konzertdauer: ca. 40 min │Pause │ca. 45 min
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Umberto Giordano (1867–1948)
Nemico della patria
aus „Andrea Chénier“
Vincenzo Bellini (1801–1835)
Casta Diva
aus „Norma“
Giuseppe Verdi (1813–1901)
Udiste? Come albeggi
aus „Il Trovatore“
Ballo aus „Macbeth“
Reveriano Soutullo (1880–1932)
Juan Vert (1890–1931)
Ya mís horas felices
aus „La del Soto del Parral“
Pablo Luna (1879–1942)
De España vengo
aus „El niño judío“
Federico Moreno Torroba (1891–1982)
En mi tierra extremeña
aus „Luisa Fernanda“
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PAUSE
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Richard Rodgers (1902–1979)
Some Enchanted Evening
aus „South Pacific“
George Gershwin (1898–1937)
Summertime
aus „Porgy and Bess“
Leonard Bernstein (1918–1990)
Tonight
aus „West Side Story“
Ernesto Lecuona (1896–1963)
Malagueña
aus der Suite Andalucía
Ernesto De Curtis (1875–1937)
Tu, ca nun chiagne
Joaquín Turina (1882–1949)
Cantares
aus Poema en forma de canciones op. 19
Rodolfo Falvo (1873–1937)
Dicitincello vuje
Francis Poulenc (1899–1963)
Les Chemins de l’Amour
Franz Lehár (1870–1948)
Lippen schweigen
aus „Die lustige Witwe “
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In Umberto Giordanos „Andrea Chénier“ (1896) – zur Zeit der Französischen Revolution angesiedelt – ist der Robespierre-Vertraute Carlo Gérard der Gegenspieler des titelgebenden Dichters. In seinem Monolog aus dem zweiten Akt „Nemico della patria“ sitzt er über der Anklageschrift, die Chénier des Hochverrats bezichtigen soll. Beim Schreiben wird er sich seiner wahren Gefühle bewusst: Er handelt nicht als Revolutionär, sondern als Getriebener seiner Gefühle für Maddalena di Coigny. Mit Chénier will er nicht den „Feind des Vaterlandes“ vernichten, sondern seinen Nebenbuhler. Verzweifelt erkennt er an sich selbst: „Wahr ist einzig die Begierde.“
„Casta Diva“ aus Vincenzo Bellinis Oper „Norma“ (1831) ist eine der berühmtesten Arien der Musikgeschichte. Ihre natürlich sich verströmende Melodie, die sich zu intensivstem Ausdruck steigert, gilt als Inbegriff des Belcanto. Die Titelheldin – eine gallische Priesterin im ersten Jahrhundert vor Christus – singt sie im ersten Akt im Rahmen einer religiösen Zeremonie. Den Frieden, den sie von der „keuschen Göttin“ erfleht, wünscht sie sich insgeheim auch für sich und ihren Geliebten im Verborgenen, den römischen Prokonsul Pollione.
Im vierten Akt von Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ (1853) ist die verschlungene Handlung an einem ihrer vielen Wendepunkte angekommen. Um ihren eingekerkerten Geliebten Manrico vor der Hinrichtung zu retten, bietet sich Leonora im Duett „Udiste? Come albeggi“ dem Grafen Luna selbst als Preis an. Dieser willigt ein, doch Leonora nimmt heimlich Gift zu sich.
Beschlossen wird dieser italienische Opernblock mit einer Klavierversion des „Ballo“ aus Verdis „Macbeth“. Der Komponist hatte ursprünglich schon für die erste Fassung (1847) seiner Shakespeare-Oper eine Tanzeinlage zur Hexenszene im dritten Akt vorgesehen. Er realisierte sie dann aber erst im Rahmen seiner Umarbeitung, die 1865 in Paris Premiere hatte.
Der zweite Programmteil vor der Pause führt uns nach Spanien. Dort hat sich, eine Tradition des spanischen Barock aufgreifend, ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zarzuela als spezifisch spanische, zwischen Oper und Operette angesiedelte Musiktheatergattung etabliert. Ein erfolgreiches Komponistengespann in diesem Genre bildeten Reveriano Soutullo und Juan Vert. Die Arie „Ya mís horas felices“ aus ihrem Werk „La del Soto del Parral“ von 1927 hat Plácido Domingo mit seinem erfolgreichen Zarzuela-Album von 1988 berühmt gemacht. Der Farmpächter und treue Ehemann Germán besingt darin seine Gattin Aurora. In ihren Armen will er die düsteren Gedanken vergessen, die ihn gerade beschäftigen und die sie fälschlicherweise als Zeichen einer Entfremdung deutet.
Inmitten des exotischen Kolorits von Pablo Lunas Zarzuela „El niño judío“ (1918) schwelgt Concha, die ihren Geliebten Samuel auf der Suche nach seinem wahren Vater nach Syrien und Indien begleitet, in Heimatgefühlen: „De España vengo“ (Aus Spanien komme ich).
„Luisa Fernanda“, Federico Moreno Torrobas vierte Zarzuela von 1932, spielt in der Zeit kurz vor der „Glorreichen Revolution“ von 1868. Im Duett „En mi tierra extremeña“ flirtet die Titelheldin mit Vidal Hernando, einem Landbesitzer aus Extremadura, gibt ihm aber gleichzeitig zu verstehen, dass ihr Herz eigentlich an den Oberstleutnant Javier vergeben ist.
Die zweite Konzerthälfte führt uns zunächst in die Vereinigten Staaten. Ihren Erfolg mit „Oklahoma“ und „Carousel“ konnten Komponist Richard Rodgers und Texter Oscar Hammerstein 1949 noch einmal steigern: „South Pacific“, im Zweiten Weltkrieg in der Südsee angesiedelt, wurde ein nachhaltiger Broadway-Hit. In Deutschland hält sich die Bekanntheit des Stücks, das Rassenvorurteile erstaunlich offen thematisiert, nach wie vor in Grenzen – bekannt ist vor allem der ariose Song „Some Enchanted Evening“. Der französische Plantagenbesitzer Emile de Becque erinnert sich darin an jenen „verzauberten Abend“, als er der amerikanischen Krankenschwester Nellie Forbush zum ersten Mal begegnete.
Nach George Gershwins „Summertime“, der berühmtesten Nummer aus seiner Oper „Porgy an Bess“ und dem Duett „Tonight“ aus Leonard Bernsteins genialer Romeo und Julia-Adaption „West Side Story“ leitet ein Meisterstück spanischen Lokalkolorits in den letzten Programmteil über: Die „Malagueña“ von Ernesto Lecuona war zunächst ein sehr erfolgreiches, 1927 erstmals aufgeführtes Lied, bevor der kubanische Komponist es im Rahmen seiner „Suite Andalucía“ für Klavier umarbeitete.
Zwei wunderbare Beispiele für neapolitanische Lieder vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind Ernesto de Curtis’ „Tu ca nun chiagne“ und „Dicitencello vuje“ von Rodolfo Falvo, das später in der englischen Version „Just Say I Love You“ populär wurde. Tenöre wie Ernesto Caruso oder Beniamino Gigli haben sie bekannt gemacht und damit ihre Nähe zur Opernarie unterstrichen.
1917 komponierte Joaquín Turina seinen Zyklus „Poema en forma de Canciones“ auf Texte des Politikers und Dichters Ramón de Campoamor. Besonders ausdrucksstark ist die mittlere Nummer „Cantares“, in der Turina auf den aus der Flamenco-Tradition stammenden Stil des „Cante jondo“ (tiefer, dunkler Gesang) anspielt.
„Les chemins de l’amour“ war ursprünglich Teil der ansonsten verschollenen Musik, die Francis Poulenc 1940 für das Theaterstück „Léocadia“ von Jean Anouilh geschrieben hatte. Rasch verselbständigte sich das melancholische Walzerlied über die verschlungenen „Wege der Liebe“ und ist auch in zahlreichen instrumentalen Fassungen verbreitet.
Den offiziellen Programmteil
beenden Plácido Domingo und Varduhi Khachatryan mit dem unsterblichen
Duett „Lippen schweigen“, zu dem sich am Ende von Franz Lehárs „Die
lustige Witwe“ (1905) Hanna Glawari und Graf Danilo nach einigen
Wirrungen endlich in den Armen liegen dürfen.
Dr. Juan Martin Koch (c) Kulturwald gGmbH 2026
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Plácido Domingo
Ein weltberühmter, vielseitiger Künstler: Plácido Domingo, der als einer der besten Opernsänger gilt, ist auch als Dirigent tätig und war ehrenamtlicher künstlerischer Leiter des Centennial Festival in der Arena di Verona sowie Generaldirektor der Los Angeles Opera und der Washington National Opera.
Sein Repertoire umfasst mehr als 150 Rollen, eine Leistung, die von keinem anderen Sänger erreicht wurde, mit über 4.400 Aufführungen. Er hat an über einhundert Aufnahmen mitgewirkt, über fünfzig Videos gedreht und zwölf Grammy Awards gewonnen. Er hat in drei Opernverfilmungen mitgewirkt: „Carmen“ von Francesco Rosi sowie „La Traviata“ und „Otello“ von Franco Zeffirelli. Sein Cavaradossi, der von über einer Milliarde Menschen live im Fernsehen aus Rom an den Originalschauplätzen und zu den Uhrzeiten der „Tosca“ verfolgt wurde, hat Geschichte geschrieben.
Er experimentiert mit dem Dialog zwischen Belcanto und Pop: Seit 1990 sang er mehr als zehn Jahre lang mit José Carreras und Luciano Pavarotti vor einem riesigen Publikum, das er für die Oper gewinnen konnte. Er sang die Uraufführungen mehrerer Opern, fördert die Zarzuela auf der ganzen Welt und tritt damit in die Fußstapfen seiner Eltern. Er leitet den renommierten internationalen Gesangswettbewerb Operalia, dessen Gründer er ist, um junge Sängerinnen und Sänger zu entdecken und zu fördern.
Neben seiner Tätigkeit als Sänger ist er auch als Dirigent tätig. Er hat über 600 Opernaufführungen und Sinfoniekonzerte mit einigen der renommiertesten Orchester dirigiert. Seit 2009 widmet er sich der Interpretation der großen Rollen des Baritonrepertoires, insbesondere Verdi, und tritt auf den großen Bühnen der Welt auf.
Zu den jüngsten Höhepunkten gehören seine Rückkehr nach Madrid: 2021 ins Auditorio Nacional und 2022 ins Teatro Real. Im Januar 2023 stand er zusammen mit José Carreras in Tokio auf der Bühne; er gab zwei Liederabende – in Palm Beach und an der Bayerischen Staatsoper – und konzertierte 2023 in Österreich, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Monte-Carlo, Portugal, der Schweiz sowie in Usbekistan und Kasachstan, in Mexiko und Südamerika, in Korea und China. Außerdem brachte er seinen Gesangswettbewerb Operalia nach Südafrika.
Nach der Pandemie nahm er seine Tätigkeit wieder auf und wurde im Sommer 2020 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Es folgten vielbeachtete Konzerte im Königspalast von Caserta (Neapel) und an der Mailänder Scala. Im Januar 2021 feierte er seinen 80. Geburtstag an der Wiener Staatsoper mit einer Aufführung von „Nabucco“, die live im ORF übertragen wurde, und im April 2024 führte er „Nabucco“ erneut konzertant in Paris auf und absolvierte anschließend eine Tournee durch Lateinamerika und Japan. Im Mai 2024 feierte er mit einem denkwürdigen Abend ein halbes Jahrhundert seit seinem Debüt in Salzburg, begleitet von einer außergewöhnlichen Besetzung großartiger Künstler.
Im Juli 2024 gab er zusammen mit José Carreras ein Sonderkonzert im Olympiastadion von Athen. Im August 2024 feierte er sein Debüt in der Mongolei und kehrte mit einem Konzert, das der Zarzuela gewidmet war, nach Spanien zurück. Triumphal war seine Rückkehr – 55 Jahre nach seinem Debüt – in die Arena di Verona mit der Gala „Noche Española“, die ganz der Zarzuela gewidmet war, mit Szenen, Kostümen und Ballett. Er gab zwei außergewöhnliche Konzerte in Rumänien, die seine Rückkehr nach Bukarest nach 30 Jahren markierten. Er beendete das Jahr 2024 mit außerordentlichem Erfolg in Seoul, wo er „Turandot“ dirigierte und vom spanischen Botschafter im Rahmen einer Veranstaltung zur Förderung und Feier der Zarzuela empfangen wurde.
Nach dem Erfolg in der Elbphilharmonie Hamburg von 2024 begann das Jahr 2025 mit einem Konzert in Köln und einem Recital in Blaibach, gefolgt von einer außergewöhnlichen Tournee durch Chile, Uruguay und Mexiko, bevor er nach München zurückkehrte, um ein spannendes Konzert in der Isarphilharmonie zu geben. Kürzlich gab er sein Debüt in Mozarts Requiem bei einem Wohltätigkeitsabend in der Kathedrale Nuestra Señora del Pilar in Zaragoza und absolvierte eine Reihe erfolgreicher Konzerte in Skopje, in der Alten Oper in Frankfurt und in der Philharmonie in Berlin aneinander. Beeindruckend war seine Rückkehr nach Paris mit „Macbeth“ in einer konzertanten Aufführung in der Salle Gaveau Anfang April. Im Mai 2025 folgte eine Dirigat von „La Traviata“ und einer Operngala an der Royal Opera Hose Muscat, dann Recital in Bern und ein außergewöhnliches Konzert in der Geneva Arena, zu dem er Andrea Bocelli als besonderen Gast einlud.
Der Sommer 2025 war geprägt von Konzerten in Bremen, Zürich, Lajatico
und Spanien sowie zwei außergewöhnlichen Debüts in Hanoi und Bangkok.
Ende August fand ein bemerkenswertes Konzert in Sofia mit José Carreras
und Sonya Yoncheva statt. Ende September kam er erneut in die Arena di
Verona, um einen Abend zu Ehren des 90. Geburtstags von Luciano
Pavarotti zu gestalten. Im Herbst 2025 kehrte er neben einem
hochgelobten Konzert in Prag mit Konzerten in Rom, Mailand und Capri, wo
er mit dem XXX. Faraglioni-Preis ausgezeichnet wurde, nach Italien
zurück. Im November gab er ein Konzert in Baku und kehrte für einen
gefeierten Abend ins Bonner Theater zurück. Im Dezember 2025 folgte sein
Debüt an der Oper von Guangzhou, seine Rückkehr an die Oper von Dubai
anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Einweihung und ein Recital
beim Neujahrsmusikfestival in Gstaad. Am folgenden Tag nahm er als
Überraschungsgast in Madrid an der Gran Gala Solidaria de Zarzuela für
Caritas teil. Das neue Jahr 2026 begann mit einem großartigen Konzert in
Oviedo, gefolgt von einem ausverkauften Auftritt im
Wiener Konzerthaus, wo er drei Tage vor seinem 85. Geburtstag von den
Ovationen des Wiener Publikums und all seinen Fans regelrecht umarmt
wurde.
Im Jahr 2021 wurde Plácido Domingo zum „Ehrenbotschafter des Weltkulturerbes Spaniens“ ernannt und vom spanischen Verband der Auslandskorrespondenten „für seinen unvergleichlichen beruflichen Werdegang“ ausgezeichnet. Er wurde von Kritikern als „Renaissancemensch“ bezeichnet und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seinen Beitrag zur Kunst und sein humanitäres Engagement, darunter die Presidential Medal of Freedom, Commandeur de la Legion d'Honneur, die Ehrenritterschaft, den Orden del Águila Azteca en México, die Gran Cruz de la Orden del Mérito Civil Isabel la Católica und die Ehrendoktorwürde der Universitäten Oxford, Harvard, New York und Salamanca sowie den CC Forum Award für humanitäres Engagement.
Seine außergewöhnliche künstlerische Laufbahn dauert seit über einem halben Jahrhundert ununterbrochen an.
Varduhi Khachatryan
Varduhi Khachatryan ist eine armenisch-schweizerische Sopranistin mit einer seltenen und fesselnden künstlerischen Begabung. Ihre Stimme, reichhaltig und rein zugleich, strahlt Wärme und Tiefe aus, während ihre außergewöhnliche Technik und ihre beeindruckende, elegante Bühnenpräsenz ihr die Bewunderung der Opernwelt eingebracht haben.
Varduhi wurde in eine Familie geboren, die tief in der Kunst verwurzelt ist, und war schon von klein auf von Musik umgeben. Ihr Vater, ein renommierter Bassbariton und Volkskünstler der Republik Armenien, führte sie in die Welt der Oper ein und machte sie mit dem großen Repertoire und den legendären Stimmen bekannt, die ihre künstlerische Vorstellungskraft prägten. Diese frühe Begegnung legte den Grundstein für eine lebenslange Hingabe an die Gesangskunst.
Varduhi Khachatryans außergewöhnliches Talent wurde mit zahlreichen renommierten internationalen Preisen gewürdigt. Sie ist Preisträgerin bedeutender Wettbewerbe, darunter der Internationale Gesangswettbewerb Montserrat Caballé (Andorra), der Internationale Gesangswettbewerb Julián Gayarre (Spanien), der Internationale Gesangswettbewerb V. Bellini (Italien) und der Internationale Gesangswettbewerb Verviers (Belgien). Ein entscheidender Meilenstein in ihrer Karriere war 2001 die Verleihung des Maria-Callas-Grand-Prix in Athen. Diese Auszeichnung öffnete ihr die Tür zu bedeutenden internationalen Engagements und Festivalteilnahmen, von denen viele von führenden Klassikkanälen wie Mezzo und Klassik TV aufgezeichnet und ausgestrahlt wurden.
Ihre Konzertkarriere führte sie an einige der renommiertesten Veranstaltungsorte der Welt, darunter die Carnegie Hall in New York, die Salle Gaveau in Paris, die Royal Festival Hall in London, das Dolby (Kodak) Theatre in Los Angeles, die Victoria Hall in Genf, die Arena di Verona, den Wiener Musikverein und das Stravinsky Auditorium in Montreux. Sie ist regelmäßig in ganz Europa und Nordamerika aufgetreten, unter anderem in Wien, München, Madrid, Barcelona, Athen, Brüssel, Prag, Rom, Montréal, Kopenhagen und Catania.
Varduhi Khachatryan hatte die Ehre, mit einigen der berühmtesten Persönlichkeiten der internationalen Opernszene auf der Bühne zu stehen, darunter Andrea Bocelli, Plácido Domingo, Joyce DiDonato, Angela Gheorghiu, José Cura, Daniela Dessì und Franco Vassallo. Sie hat mit namhaften Dirigenten wie Eugene Kohn, Adrian Leaper, Gábor Takács-Nagy, John Axelrod, Miguel Ortega und George Pehlivanian zusammengearbeitet.
Sie verfügt über ein außergewöhnlich breites Repertoire, das von Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Neben ihren umfangreichen Opernrollen ist sie eine raffinierte Interpretin von Kunstliedern und Liedern, die russische, französische, italienische, spanische, armenische und deutsche Traditionen umfassen, und singt fließend in mehr als sieben Sprachen.
Ihr Opernrepertoire umfasst Adalgisa (Norma), Azucena (Il Trovatore), Carmen (Carmen), Amneris (Aida), Charlotte (Werther), Stéphano (Roméo et Julieae), Fenena (Nabucco), Preziosilla (I Vespri Siciliani), Santuzza (Cavalleria rusticana), Kundry (Parsifal), Paulina (Pique Dame) und Olga (Eugen Onegin).
Über die Bühne hinaus engagiert sich Varduhi Khachatryan intensiv für die Förderung der klassischen Musik und den kulturellen Austausch. Im Jahr 2011 gründete sie in Genf den Schweizer Kulturverein AVETIS, gefolgt von der Gründung des Genfer Festivals im Jahr 2025. Durch diese Initiativen stellt sie ihre künstlerische Expertise und ihr professionelles Netzwerk in den Dienst des kulturellen Lebens in Genf. Sie hat zahlreiche Konzerte und künstlerische Veranstaltungen in Genf und in der ganzen Schweiz organisiert und dem Publikum bedeutende Begegnungen mit herausragenden internationalen Künstlern ermöglicht.
Mit ihrer unverwechselbaren
Stimme, ihrer magnetischen Bühnenpräsenz und ihrem unerschütterlichen
Engagement für ihre Kunst verzaubert Varduhi Khachatryan weiterhin das
Publikum weltweit und bestätigt ihren Platz unter den bedeutendsten
Sopranistinnen ihrer Generation.
James Vaughan
Der in Dublin geborene Musiker James Vaughan gilt seit langem als einer der führenden Konzertbegleiter und Gesangslehrer in Europa. Er schloss sein Studium der Musikwissenschaft und Komposition am Trinity College Dublin mit Auszeichnung ab und erhielt außerdem ein Fellowship des Trinity College London als Klaviersolist.
Er arbeitete als erster Assistent von Riccardo Muti bei siebzehn Produktionen an der Scala, darunter alle Produktionen des Verdi-Gedenkjahres 2001, und begleitete ihn bei allen Auslandstourneen und Festivals. Im Jahr 2002 wurde er zum Ersten Pianisten und Gesangslehrer am Teatro alla Scala di Milano ernannt.
Parallel zu seiner Tätigkeit in Mailand arbeitete James Vaughan auf Einladung des Musikdirektors James Conlon regelmäßig an der Opera Bastille in Paris. Seit 2007 pflegt er eine enge musikalische Beziehung zu Maestro Daniel Barenboim, dem Musikdirektor der Scala, mit dem er bei allen Produktionen zusammenarbeitete, darunter der neue Ring-Zyklus für das Wagner-Jubiläumsjahr 2013 und die legendäre Inszenierung von „Tristan und Isolde“ im Jahr 2007. Maestro Barenboim bat James Vaughan auch um seine Mitwirkung bei zahlreichen Tourneen, darunter zwei Mal zum Bolschoi-Theater in Moskau, nach Berlin (Staatsoper, Philharmonie), Tel Aviv, Buenos Aires, Tokio (BUNKA KAIKAN und NHK), Paris und Wien.
Kürzlich trat er in Konzerten in der Schweiz mit Plácido Domingo, in Italien und Kanada mit Mariangela Sicilia und Francesco Demuro sowie beim Puccini-Jubiläumskonzert im Teatro alla Scala mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann auf. Er wurde als musikalischer Assistent für die Produktion von „Der Ring des Nibelungen“ (Spielzeit 2024/25) zu den Bayreuther Festspielen eingeladen, war Assistent von Riccardo Chailly bei der Eröffnung der Spielzeit 2025/26 am Teatro alla Scala und von Daniel Harding bei der Produktion von „Tristan und Isolde“ in Stockholm.
James Vaughan gibt regelmäßig Meisterkurse für Sänger und Pianisten in ganz Europa und Asien, zuletzt an der McGill University in Montreal und bei der Georg-Solti-Stiftung in Venedig, und ist regelmäßig in den Jurys internationaler Gesangswettbewerbe wie dem Viñas in Barcelona, dem Seoul International Singing Competition und dem VIDISC-Wettbewerb in Dublin vertreten.