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21.03.26

Simone Lamsma & Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Samstag, 21. März 2026, 14 Uhr

Simone Lamsma – Violine
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Case Scaglione – Leitung

Arnold Schönberg (1874–1951)
„Verklärte Nacht“ für sechs Streichinstrumente op. 4
Fassung für Streichorchester des Komponisten
Grave – Molto rallentando – Grave – Adagio – Adagio (molto tranquillo)

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PAUSE
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Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinkonzert D-Dur op. 61
I. Allegro ma non troppo
II. Larghetto – attacca
III. Rondo. Allegro

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„Mahler und Strauss waren auf der Musikszene erschienen, und ihr Auftreten war so faszinierend, daß jeder Musiker sofort gezwungen war, Partei zu ergreifen, pro oder contra. Da ich damals erst dreiundzwanzig Jahre alt war, sollte ich leicht Feuer fangen und damit beginnen, symphonische Dichtungen in einem ununterbrochenen Satz vom Umfang der durch Mahler und Strauss vorgegebenen Modelle zu komponieren…“ Als Arnold Schönberg 50 Jahre später seine erste Schaffensphase rekapitulierte, war dies ein recht abgeklärter Blick auf seine 1899 entstandene „Verklärte Nacht“. Dabei handelte es sich aber um mehr als nur um ein Komponieren in bewährtem spätromantischen Fahrwasser, denn das programmmusikalische Modell der symphonischen Dichtung auf ein Streichsextett und damit auf Kammermusik zu übertragen, war durchaus ein gewagter Schritt, der von Kritik und Publikum zunächst entsprechend skeptisch aufgenommen wurde. Nach und nach setzte sich das Werk jedoch im Konzertsaal durch, nicht zuletzt in der Streichorchester-Fassung, die Schönberg 1916 selbst anfertigte und 1943 noch einmal einer Revision unterzog. Der hochexpressive, chromatische Stil, der die Möglichkeiten eines Streichsextetts im Sinne der Schilderung eines Ausnahmezustands bewusst übersteigt, entfaltet sich in der Orchesterfassung selbstverständlicher. Schönberg nutzt dabei die Möglichkeiten der großen Besetzung unter anderem dadurch, dass er die Stimmgruppen teilt und so eine größere Differenzierung des Satzes erreicht. Formal orientiert sich Schönberg – durch Tonarten und Themenbereiche markiert – klar an dem aus heutiger Sicht etwas schwülstigen Gedicht Richard Dehmels, das ihn stark beeindruckt hatte. In fünf Abschnitten schildert der Dichter darin ein Gespräch, in dessen Verlauf ein Mann das uneheliche Kind einer Frau nach deren „Beichte“ als das seine akzeptiert:  

Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;
der Mond läuft mit, sie schaun hinein.
Der Mond läuft über hohe Eichen,
kein Wölkchen trübt das Himmelslicht,
in das die schwarzen Zacken reichen.
Die Stimme eines Weibes spricht:

Ich trag ein Kind, und nit von dir,
ich geh in Sünde neben dir.
Ich hab mich schwer an mir vergangen;
ich glaubte nicht mehr an ein Glück
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensfrucht, nach Mutterglück
und Pflicht – da hab ich mich erfrecht,
da ließ ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen
und hab mich noch dafür gesegnet.
Nun hat das Leben sich gerächt,
nun bin ich dir, o dir begegnet.

Sie geht mit ungelenkem Schritt,
sie schaut empor, der Mond läuft mit;
ihr dunkler Blick ertrinkt in Licht.
Die Stimme eines Mannes spricht:

Das Kind, das du empfangen hast,
sei deiner Seele keine Last,
o sieh, wie klar das Weltall schimmert!
Es ist ein Glanz um Alles her,
du treibst mit mir auf kaltem Meer,
doch eine eigne Wärme flimmert
von dir in mich, von mir in dich;
die wird das fremde Kind verklären,
du wirst es mir, von mir gebären,
du hast den Glanz in mich gebracht,
du hast mich selbst zum Kind gemacht.

Er faßt sie um die starken Hüften,
ihr Atem mischt sich in den Lüften,
zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht.

(Richard Dehmel: Verklärte Nacht, aus: Weib und Welt. Gedichte und Märchen, 1896)

Vier einsame Paukenschläge bilden den Auftakt zu Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61, dem wohl einflussreichsten Violinkonzert der Musikgeschichte. Vier Schläge, deren Pulsieren bei aller lyrisch-gesanglichen Grundstimmung eine innere Anspannung andeutet, mit der das Soloinstrument im Laufe des Werkes wird umgehen müssen. Die Tremoli, zu denen dieses Pulsieren sich bald beschleunigt und die einen ersten Ausbruch des Orchesters auslösen, sowie die unruhigen Triolen, die sich unter das herrliche zweite Thema legen, sind dafür die markantesten Signale. Beethoven setzt sie im Rahmen einer umfangreichen Orchesterexposition, die aus dem eingangs vorgestellten Hauptthema mehrere Varianten ableitet. Mit exquisiten Gesangspassagen, zunehmend erregten Figurationen und betörenden Trillerketten setzt die Solovioline ihren ganz eigenen Tonfall dagegen, wobei das weiterhin thematisch präsente Orchester und die Violine in einen permanenten Austausch eintreten. Beethoven zieht bei der Behandlung des Soloparts eine souveräne Summe aus Elementen der französischen Violinschule (Viotti, Rode, Baillot, Kreutzer u.a.) und der deutsch-österreichischen Tradition, für die der Geiger Franz Clement steht. Er war der Solist bei der Wiener Premiere im Dezember 1806 und lieferte dem Komponisten mit seinem eigenen, ein Jahr zuvor uraufgeführten D-Dur-Konzert zudem Anschauungsmaterial zum Stand seiner Violintechnik. Beethoven gelingt es jedoch auf wundersame Weise, diesen geigerischen Elementen das rein Ornamentale zu nehmen und sie als ganz natürliche Mittel des Ausdrucks wirken zu lassen. Die „Kopflastigkeit“ des Konzerts mit seinem ungewöhnlich ausgedehnten ersten Satz (Johannes Brahms war einer von vielen Komponisten, die sich später daran orientieren sollten) balanciert Beethoven mit einem Paar aus zwei etwa gleich langen Folgesätzen aus. Dabei unterstreicht er deren Zusammenhalt sowie den Intermezzo-Charakter des Larghetto mit seinen Variationselementen dadurch, dass er diesen ohne Pause in das finale Rondo übergehen lässt. Dessen unbeschwert leichter Charakter setzt einen ganz neuen Akzent, nicht ohne jedoch mit gelegentlichen Ausflügen ins Dramatische und Melancholische für Stimmungsvielfalt zu sorgen.

Dr. Juan Martin Koch (c) Kulturwald gGmbH 2026

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Simone Lamsma

Gefeiert für ihr „brillantes … poliertes, ausdrucksstarkes und intensives“ (Cleveland Plain Dealer) und „absolut atemberaubendes“ Spiel (Chicago Tribune), wird die niederländische Geigerin Simone Lamsma von Kritikern, Kollegen und Publikum als eine der markantesten und fesselndsten musikalischen Persönlichkeiten der klassischen Musik geschätzt.

Mit einem umfangreichen Repertoire war Simone Gast vieler der führenden Orchester der Welt, darunter New York Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, Chicago Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Royal Concertgebouw Orchestra, Rotterdam Philharmonic, Dutch Radio Philharmonic, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre Symphonique de Montréal, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Konzerthaus Orchester Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Wiener Symphoniker, Tonkünstler Orchester, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Helsinki Philharmonic, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, MDR Sinfonieorchester, National Symphony Orchestra, Detroit Symphony Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, Dallas Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, Stavanger Symphony Orchestra, Iceland Symphony Orchestra, Antwerp Symphony Orchestra, Finnish Radio Symphony, Les Siècles, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Belgian National Orchestra, Beethoven Orchester Bonn, Hessischer Rundfunk Sinfonieorchester, Cincinnati Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Seoul Philharmonic, San Francisco Symphony, Hong Kong Philharmonic, Royal Stockholm Philharmonic, City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, Hallé Orchestra, Melbourne Symphony Orchestra und Sydney Symphony Orchestra.

Simone tritt mit bedeutenden Dirigenten auf wie Jaap van Zweden, Antonio Pappano, Paavo Järvi, Gianandrea Noseda, Tarmo Peltokoski, Yannick Nézet-Séguin, Vladimir Jurowski, Rafael Payare, Louis Langrée, Gustavo Gimeno, Karina Canellakis, Jonathon Heyward, Stanislav Kochanovsky, Kazuki Yamada, Marc Albrecht, Stéphane Denève, Vassily Petrenko, Domingo Hindoyan, Michael Francis, Simone Young, François-Xavier Roth, Olari Elts, Fabien Gabel, Duncan Ward, Juraj Valcuha, John Storgards, Omer Meir-Wellber, Edward Gardner, Kent Nagano, Jukka-Pekka Saraste, James Gaffigan, Sir Mark Elder, Daniel Raiskin, Edo de Waart, Andris Poga, Jun Märkl, Kevin John Edusei, Markus Stenz, Antony Hermus, Jaime Martin, Case Scaglione, Alexander Shelley, Jader Bignamini, Mark Wigglesworth, Asher Fisch und Petr Popelka.

In der Saison 2025/26 wird Simone unter mehreren Engagements zum Orchestre Symphonique de Montréal mit Rafael Payare, zur Seoul Philharmonic mit Jaap van Zweden, zur Rotterdam Philharmonic mit Tarmo Peltokoski, zum Sydney Symphony mit Simone Young, zum RAI Symphony mit Alpesh Chauhan, zum Baltimore Symphony mit Jonathon Heyward, zum Antwerp Symphony beim Enescu Festival mit Emmanuel Tjeknavorian sowie zur BBC Philharmonic mit John Storgards und zur Liverpool Philharmonic mit Domingo Hindoyan zurückkehren und außerdem ihr Debüt beim Singapore Symphony unter Hannu Lintu, beim Seattle Symphony Orchestra unter Sunny Xia und beim Orchestra della Svizzera Italiana unter Pierre Bleuse geben. Außerdem wird sie mit dem Pianisten Jonathan Fournel Recitals im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall und beim Heidelberger Frühling Festival spielen. Im Jahr 2025 brachte Simone ein Werk des führenden niederländischen Komponisten Joey Roukens im Tivoli Vredenburg Utrecht zur Uraufführung sowie ein Stück des dänischen Komponisten Thomas Agerfeldt Olesen, gemeinsam in Auftrag gegeben vom Danish National Symphony Orchestra und dem Vancouver Symphony Orchestra.

2022 wurde ihre jüngste Aufnahme mit großem Beifall veröffentlicht; sie enthält späte Werke von Rautavaara, darunter eine Weltpremiere, mit dem Malmö Symphony und Robert Trevino für das Label Ondine. Weitere Aufnahmen umfassen Schostakowitschs erstes Violinkonzert und Gubaidulinas „In Tempus praesens“ mit dem Netherlands Radio Philharmonic unter James Gaffigan und Reinbert de Leeuw bei Challenge Classics sowie ein Recital-Album mit Werken von Mendelssohn, Janáček und Schumann mit dem Pianisten Robert Kulek, ebenfalls bei Challenge Classics.

2019 wurde Simone zum Fellow der Royal Academy of Music in London ernannt, eine Auszeichnung, die auf 300 ehemalige Studenten der Akademie begrenzt ist und jenen Musikern verliehen wird, die sich im Beruf besonders ausgezeichnet haben.

Simone Lamsma spielt die 1703er „Aurora ex-Foulis“ Stradivarius, die ihr großzügig von einem Wohltäter als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) gilt als eine der bedeutendsten Kammerformationen Deutschlands und verbindet exemplarisch regionale Verankerung mit internationaler Strahlkraft. 1960 von Professor Jörg Faerber gegründet, entwickelte es sich rasch zu einem Ensemble von hoher künstlerischer Eigenständigkeit und technischer Kompetenz. Unter der Leitung von Dirigenten wie Ruben Gazarian, Case Scaglione und seit 2024 Risto Joost hat das Orchester seine ästhetische Bandbreite stetig erweitert und sich als stilkritischer Interpret sowohl klassischer als auch zeitgenössischer Werke profiliert.
Charakteristisch für das WKO ist die Verbindung von kammermusikalischer Transparenz und orchestraler Klangfülle, die ihm eine besondere stilistische Flexibilität verleiht. 

Regelmäßige Kooperationen mit international renommierten Solist:innen sowie Gastspiele in bedeutenden Konzertsälen - etwa im Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg und der Tonhalle Düsseldorf - unterstreichen seinen Rang in der europäischen Musiklandschaft. Auf der Liste internationaler Gastsolist:innen finden sich die Namen von Julia Fischer, Gautier Capuçon, Sabine Meyer, Frank Peter Zimmermann, Johannes Moser, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher, Emmanuel Tjeknavorian u.v.m. Eine ganz besondere künstlerische Beziehung verband Orchestergründer Jörg Faerber mit der jungen Anne-Sophie Mutter, die rund 150 gemeinsame Konzerte mit dem WKO gespielt hat. Auch Künstlerlegenden wie Martha Argerich, Rudolf Buchbinder oder der Trompeter Maurice André wurden vom WKO in ihre Weltkarrieren begleitet. Die enge Verbindung zu herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren Generation spiegelt sich in den Kooperationen „Artistic Partner“ und „Young Artist in Focus“ wider, die derzeit mit Frank Dupree und Hans Christian Aavik bestehen.

Mit einem breiten Spektrum musikpädagogischer Initiativen, die unter dem Label  „Für junge Ohren“ laufen, erfüllt das WKO nicht nur eine repräsentative, sondern auch eine kulturell bildende Funktion. Es steht beispielhaft für die Synthese von künstlerischer Tradition, zeitgenössischer Relevanz und gesellschaftlicher Verantwortung und fungiert damit als musikalischer Botschafter der Stadt Heilbronn und des Landes Baden-Württemberg. Abgerundet wird das Portfolio des WKO durch zahlreiche CD-Aufnahmen, viele davon preisgekrönt. So erhielten beispielsweise Frank Dupree und das WKO für die CD-Einspielung des 4. Klavierkonzertes von Nikolai Kapustin 2022 den International Classical Music Award (ICMA) oder Dominik Wagner den OPUS Klassik für die gemeinsame Aufnahme von Bottesinis Werken unter dem Titel „Revolution of Bass“. Die 2025 erschienene CD mit Werken von Frank Martin erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. 

Case Scaglione

Die Saison 25/26 ist Case Scagliones siebte Saison als Musikdirektor des Orchestre National d’Île de France (ONDIF). In seiner Zusammenarbeit mit dem Orchester hat Case bisher ein umfangreiches Repertoire erkundet, darunter Werke von Strauss, Wagner, Mahler, Dvořák, Bartók, Beethoven, Ravel, Sibelius, Britten und Anna Clyne. In der Saison 23/24 feierte Case als Musikdirektor das 50-jährige Bestehen des Orchesters.

Zu den Höhepunkten der Saison 25/26 mit dem ONDIF zählen im Oktober eine neue Zusammenarbeit mit dem Pianisten Federico Colli, bei der ein Rachmaninow-Programm aufgeführt wird und eine echte und aufrichtige Partnerschaft zwischen diesen beiden Künstlern entsteht; im März die Aufführung von Mahlers 9. Sinfonie mit dem belgischen Dramatiker Éric-Emmanuel Schmitt, der die Sinfonie mit einem eigens vom Orchester in Auftrag gegebenen Text vorstellen wird; und im Mai wird Case Berios Volkslieder mit der tschechischen Avantgarde-Geigerin, Sängerin und Komponistin Iva Bittova dirigieren.

Zuletzt beendete Case eine sechsjährige Tätigkeit beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Während seiner Zeit mit dem Orchester trat er regelmäßig in der Stuttgarter Liederhalle, im Kloster Schöntal, in Ludwigsburg, in der Queen Elisabeth Hall in Antwerpen, im Münchner Prinzregententheater und im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg auf. Das Repertoire von Case mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn war äußerst vielseitig und umfasste Komponisten von der Klassik und frühen Romantik bis hin zum späten 20. Jahrhundert. Zuvor war er stellvertretender Dirigent der New York Philharmonic und Musikdirektor des Young Musicians Foundation Debut Orchestra in Los Angeles. Case war die treibende Kraft hinter dem künstlerischen Wachstum und der Diversifizierung der Organisation und gründete deren Bildungsinitiative „360° Music“.

 Zu den Höhepunkten seiner Gastdirigententätigkeit bei europäischen Orchestern in den letzten Spielzeiten zählen unter anderem Kooperationen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Schwedischen Rundfunk, Gävle, Aalborg, dem Sinfonieorchester Castilla y León, dem RTVE Sinfonieorchester in Madrid, dem Prager Sinfonieorchester, der Sinfonica di Milano und der Komischen Oper Berlin. In Großbritannien und Irland gastierte er unter anderem beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, beim Bournemouth Symphony Orchestra und debütierte in Irland mit dem National Symphony Orchestra Ireland. In der Saison 25/26 gibt Case sein Debüt als Symphonie-Dirigent beim Galicia Symphony Orchestra und beim Opera Orchestra National Montpellier.

 In den Vereinigten Staaten hat Case in den letzten Spielzeiten erfolgreich mit den Symphonieorchestern von Cincinnati, Utah, San Diego, Houston, Dallas, Detroit und Baltimore sowie mit dem New York Philharmonic zusammengearbeitet. In der Spielzeit 25/26 kehrt Case zum Phoenix und Jacksonville Symphony zurück.

Zu den Opernaufführungen in der Saison 25/26 gehören Debüts an der Königlichen Oper Stockholm, sowohl in einer Inszenierung von „Rusalka“ als auch in einer Aufnahme von Tschaikowskys „Der Nussknacker“. Nach seinem Debüt an der Opéra National de Paris in einer Inszenierung von „Elektra“ von Richard Strauss kehrt Case in der Saison 25/26 an die Opéra National de Paris zurück, diesmal für Aufführungen von Tschaikowskys „Eugen Onegin“.

In Asien dirigierte Case Konzerte mit dem China Philharmonic Orchestra sowie den Symphonieorchestern von Shanghai und Guangzhou und kehrte regelmäßig zum Hong Kong Philharmonic Orchestra zurück. 

Case pflegt enge Beziehungen zu vielen der weltweit führenden Solisten, darunter Simone Lamsma, Yeol Eum Son, Federico Colli, Alisa Weilerstein, Yulianna Avdeeva, Jean-Efflam Bavouzet und Behzod Abduraimov. Case wurde von einigen der derzeit bedeutendsten Dirigenten der Weltbühne betreut, darunter Alan Gilbert, Jaap van Zweden und David Zinman.